Seit 2022 sind die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK), die Deutsche Hochdruckliga (DHL®) und die Deutschen Gesellschaft für Nephrologie (DGfN) Herausgeber von Zertifikaten für Renale Denervations Zentren.
Interventionelle Hochdrucktherapie
Ziele der Zertifizierung
Ziel der Zertifizierung der Renalen-Denervations-Zentren ist es, einen national verbindlichen Mindeststandard für Zentren zur Durchführung der RDN zu definieren sowie über eine Netzwerkbildung die Betreuung der Patienten mit unkontrollierter Hypertonie zu optimieren. Institutionen, welche die RDN durchführen, wird im Zuge eines Evaluationsverfahrens die Möglichkeit gegeben, entsprechend zertifiziert zu werden.
Kriterienkatalog Entwicklung & Aktualisierung
Die inhaltlichen Grundlagen für das Zertifikat werden vom Zertifizierungsgremium und der Autorengruppe gemeinsam mit der Akademie der DGK, der DgfN und der DHL erarbeitet. Die konkreten Anforderungen sind im dazugehörigen Fragenkatalog festgehalten und basieren auf das veröffentlichte Papier als wissenschaftliche Grundlage.
Um sicherzustellen, dass das Zertifizierungsprogramm den aktuellen Entwicklungen in der medizinischen Versorgung gerecht wird, unterzieht das Gremium die Kriterien in regelmäßigen Abständen einer umfassenden Überprüfung – mindestens alle drei Jahre. Dabei wird beurteilt, ob inhaltliche Anpassungen erforderlich sind, um die Relevanz und Praxistauglichkeit der Vorgaben aufrechtzuerhalten.
Grundlage dieser Überprüfung bilden sowohl neue wissenschaftliche Erkenntnisse als auch Rückmeldungen und Erfahrungen aus bereits zertifizierten Einrichtungen. Auf Basis dieser Auswertungen trifft das Gremium begründete Entscheidungen über mögliche Aktualisierungen.
So wird gewährleistet, dass sich das Verfahren zur Zertifizierung immer an dem aktuellen Wissensstand und an den realen Bedingungen in den kardiologischen Einrichtungen orientiert, um dauerhaft hohe Qualitätsstandards in der Versorgung von Patientinnen und Patienten zu ermöglichen.
- Kriterien der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e. V. (DGK), der Deutschen Hochdruckliga e. V. DHL®/Deutschen Gesellschaft für Hypertonie und Prävention und der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie (DGfN) zur Zertifizierung von „Renale-Denervations-Zentren (RDZ)“.
Ablauf Prüfverfahren
Im Fragenkatalog sind die Mindestanforderungen aufgeführt, die für die Erlangung des Zertifikats erfüllt werden müssen.
Qualifizierte Expertinnen und Experten, sogenannte Auditorinnen und Auditoren, prüfen die Einrichtungen, die sich um das Zertifikat bewerben, und überprüfen auf dieser Grundlage, ob die Anforderungen tatsächlich eingehalten werden.
Sollten geringfügige, gut begründete Abweichungen auftreten, haben die Einrichtungen die Möglichkeit, Änderungen vorzunehmen, um alle Kriterien vor der Zertifikatserteilung zu erfüllen. Die Auditorinnen und Auditoren unterstützen die Einrichtungen mit praktischen Hinweisen zur Verbesserung ihrer Arbeitsabläufe und zur Steigerung der Versorgungsqualität.

Grundlage der Vergabe des Zertifikats
Über die Erteilung eines Zertifikates entscheidet das unabhängige Zertifizierungsgremium auf Grundlage der abschließenden Bewertung der Auditorinnen und Auditoren.
Die Einrichtungen sind vertraglich verpflichtet mitzuteilen, wenn die Erfüllung von Mindestanforderung nicht mehr sichergestellt werden kann. Dies führt zum Entzug oder Aussetzen des Zertifikats.
Falls eine Einrichtung nicht fristgerecht festgestellte Abweichungen beheben können, wird ein Zertifikat ebenfalls ausgesetzt oder entzogen.
Herausgeber des Zertifikats
Die Zertifizierung von Renalen-Denervations-Zentren (RDZ) ist eine gemeinsame Zertifizierung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK), der Deutschen Hochdruckliga (DHL®) und der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie (DGfN).

